Der Bürger als Edelmann

Gerd Sprenger

Autor*in
Regie
25. April 2015
Premiere

Ensemble

Im Haus des reichen Herrn Jourdain geht es hoch her: Ein Musiklehrer und eine Tanzlehrerin, ein Fechttrainer und ein Sprachlehrer geben sich die Klinke in die Hand, um den Hausherrn in den höheren Künsten zu üben. Ein Schneider staffiert ihn als Edelmann aus, denn das ist Herrn Jourdains Traum: in adelige Kreise aufzusteigen. Seine Ehefrau sieht das kostspielige Treiben mit den größten Bedenken. Besonders ärgert Sie sich über den Edelmann Dorante, der ihren Mann ständig anpumpt, und dessen Begleiterin Dorimène. Frau Jourdain argwöhnt, dass ihr Mann die gemeinsame Tochter an Dorante verheiratet und mit der leichtlebigen Marquise ein Techtelmechtel beginnt. Während sie ihren Mann vergebens mahnt, sich nicht lächerlich zu machen, fährt der Liebhaber der Tochter ein ganz neues Geschütz auf, um Herrn Jourdain zur Vernunft zu bringen – und Tochter Lucille an den richtigen Ehemann.

„Bourgeois gentilhomme“ wurde 1670 in Chambord als Ballettkomödie uraufgeführt. Im Auftrag des französischen Königs Ludwig XIV., der selber gerne tanzte und mit der Parodie einer türkischen Zeremonie einen Gesandten an seinem Hof verspotten wollte, schrieb Molière den Text zur Musik des Komponisten Lully. Gerd Sprenger hat Molières Ballettkomödie „Der Bürger als Edelmann“ neu übersetzt, um zeittypische Allegorien und Längen gekürzt und die sprachlichen Spitzfindigkeiten des 17. Jahrhunderts in neuzeitliche Wortspielereien übertragen. Mit viel Musik gerät auch unser moderner Bürger in ein aberwitziges, ba-rockiges Spektakel.

Impressionen aus dem Stück